Themen

Umwelt- und Klimaschutz

Kultur und Wissenschaft

Umwelt- und Klimaschutz

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Wir müssen mit unseren Ressourcen nachhaltig umgehen,  nur so können wir Wien wieder auf die richtige Spur in puncto Umwelt- und Klimaschutz bringen.

Green Tech

Technische Innovationen sind ein essenzieller Motor für eine nachhaltigere Zukunft. Green Technology soll Lösungen entwickeln, die unser Leben im urbanen Raum besser machen. 

Wasserstoffhauptstadt Nr. 1

Wasserstoffantrieb ist die saubere Zukunftshoffnung, dessen Weiterentwicklung sich in Wien noch in Kinderschuhen befindet. Die geplanten zehn Wasserstoffbusse im öffentlichen Nahverkehr bis 2030 sind zu unambitioniert. Im Vergleich mit anderen Städten in Europa sind wir hier im Hintertreffen. Der Verkehrssektor in Wien ist für die meisten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Hier muss die Stadt Wien im eigenen Wirkungsbereich schnellstmöglich auf alternative Antriebsformen umsteigen und das Thema Wasserstoff auch im Industriebereich einsetzen. Wien muss Wasserstoffhauptstadt Nr. 1 werden.

Climate-Tech-Cluster Wien
Innovative CO2-sparende Technologien und Dienstleistungen sind im Aufschwung. Alleine in Wien gibt es rund 400 Unternehmen der Kategorie Green-Tech. Die Stadt Wien muss die Zusammenarbeit und Umsetzung gemeinsamer Projekte mit den besten grünen Start-ups unserer Stadt fördern. So kann die Stadt als Auftraggeberin, Unternehmen in ihrer frühen Phase unterstützen.
Förderoffensive E-Mobilität

Die E-Mobilität ist am Boomen! Alleine im Jahr 2020 gab es 15.972 Neuzulassungen von Elektro-Autos in Österreich. Der Ausbau der E-Ladeinfrastruktur muss rasch verdoppelt werden. Die angekündigten 1.000 Ladepunkte sind für eine Großstadt wie Wien zu wenig. Städte wie Amsterdam haben bereits über 4.000 Ladestellen. Die Anschaffung privater Ladeinfrastruktur, beispielsweise Heimladestationen, zur Montage auf Eigengrund muss gefördert werden. Auch Kaufanreize wie eine Förderung durch die Stadt Wien bei der Anschaffung von E-Fahrzeugen sollen verstärkt werden. Wir fordern zudem die Öffnung der Busspuren für E-Fahrzeuge und die Befreiung der Kostenpflicht im Rahmen der Parkraumbewirtschaftung für einen befristeten Zeitraum.

Grüne Digitalisierung

Die Digitalisierung muss besser und effizienter genutzt werden, damit intelligente Netzwerke zur dezentralen Energieversorgung ihren Beitrag leisten und starre, ineffiziente Systeme der Vergangenheit angehören. Die vermehrte Nutzung smarter Technologien trägt positiv zur besseren Klimabilanz bei. Dabei geht es um die Steigerung von Energieeffizienz durch die intelligente und vernetzte Stromversorgung, um schnellere und effizientere Behördengänge und der transparenten Bereitstellung von klimarelevanten Informationen für die Wienerinnen und Wiener. 

Green Economy

Green Economy hat eine ganzheitliche, nachhaltige Wirtschaft zum Ziel, die natürliche Ressourcen schont und die Umwelt weniger belastet.

Dezentrale Energieerzeugung
Wien ist betreffend den Anteil an erneuerbaren Energien Schlusslicht im Bundesländervergleich. Wir wollen eine lokale Energieerzeugung, die sich an den Bedürfnissen der Wienerinnen und Wienern orientiert. Das schafft Versorgungssicherheit, schont wertvolle Ressourcen und fördert grünes, nachhaltiges Wachstum. Damit muss auch der Fortbestand der größten Biomasseanlage in Österreich – das Biomassekraftwerk Simmering – auf dem Weg zu 100% erneuerbarer Strom jedenfalls sichergestellt werden. Das Biomassekraftwerk spart im Jahr 144.000 Tonnen CO2.
Urbanes Logistik-Konzept

Gemeinsam mit Unternehmen, ExpertInnen und InteressenvertreterInnen soll ein umfassendes Konzept für eine City Logistik erarbeitet werden. Damit soll ein ganzheitliches System zur Belieferung der Stadt implementiert werden, das die Ver- und Entsorgung der Stadt mit zukunftsorientierten Mobilitätsformen regelt. Dabei ist vor allem auch das Land Niederösterreich miteinzubeziehen, da es in der Region sehr starke Logistik-Verflechtungen gibt.

Klimaneutrale Stadtverwaltung 2030

Der öffentlichen Hand kommt beim Klimaschutz in ihrem Wirkungs- und Organisationsbereich eine besondere Vorbildfunktion zu. Bis zum Jahr 2030 sollen die Stadtverwaltung sowie die öffentlichen Unternehmen der Stadt Wien klimaneutral werden. Die Klimaneutralität soll in erster Linie durch Energieeinsparung, Nutzung erneuerbarer Energien und Verringerung weiterer Treibhausgas-Emissionen erreicht werden. 

Klimaplan für Generationen

Schon jetzt sind mehr Hitzewellen und höhere Temperaturen bemerkbar – wie uns der Rekordsommer von 2019 vor Augen geführt hat. Der Klimawandel wird gravierende Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung mit sich bringen. Die Zunahme von Hitzewellen und höhere Temperaturen an Hitzetagen sind verbunden mit einer höheren Belastung für ältere Personen und Kinder, einem erhöhten Risiko für Infektionen und einer Beeinträchtigung mobiler Pflegedienste sowie der Gefährdung der Pflegekräfte selbst. Die Entwicklung einer Klimastrategie für das Wiener Gesundheitssystem ist eine dringend notwendige Maßnahme, um die Folgen des Klimawandels auf das Gesundheitssystem abzumildern.

Förderung bewusstseinsbildender, klimarelevanter Maßnahmen für Wien

Veranstaltungen wie Vorträge, Filme, moderierte Filmvorführungen, Theater, Dialogforen, Exkursionen, Workshops, Ausstellungen etc. mit einem Klimabezug sollen gezielt gefördert werden. Dieser ist gegeben, wenn es bei den Veranstaltungen um Themen geht wie: effiziente Nutzung von Energie, Energiesparen, Einsatz von erneuerbaren Energieträgern, klimafreundliche Mobilität, nachhaltiges Sanieren und Bauen, nachhaltiger Konsum (unter anderem Regionalität, Saisonalität) und Ressourcenschonung sowie Abfallvermeidung.

Green Jobs

Im Bereich des Arbeitsmarktes soll eine Transformation in Richtung Green Jobs gefördert werden. Nutzen wir das Potenzial der Umweltfachkräfte unserer Stadt und schaffen nachhaltige Jobs.

Forcierung der Thermischen Sanierung

Die Forcierung der thermischen Sanierung ist eine der wichtigsten Maßnahmen für den Klimaschutz in unserer Bundeshauptstadt und ein mächtiger Motor für die Wiener Wirtschaft und den Arbeitsmarkt. Die derzeitige Sanierungsquote bei Gebäuden liegt derzeit deutlich unter 1%. Um die Klimaziele 2030 zu erreichen, bedarf es in Wien jedoch einer Sanierungsquote von mindestens 3%, also rund 30.000 Wohneinheiten pro Jahr. Hierzu wird ein Investitionsvolumen von jährlich 200 Millionen Euro angestrebt.

Ausbau der Photovoltaik-Anlagen

Wien hat die geringste Anzahl an Photovoltaik-Anlagen im Bundesländervergleich. Zudem sind nur rund 100 PV-Anlagen (von insgesamt 2.000 in ganz Wien) auf öffentlichen Gebäuden installiert. 2/3 der Dachflächen Wiens hätten Potenzial für die Nutzung von Solarenergie und damit könnten PV-Anlagen bis zu 40% zur Stromproduktion beitragen. Die derzeitige Nutzung liegt hier noch bei unter 1%. Durch den vermehrten Einsatz von Photovoltaik und Solarthermie können Schritt für Schritt alle öffentlichen Einrichtungen der Stadt Wien umgerüstet werden. Andere europäische Städte wie München besitzen bereits über 4.000 PV-Anlagen, also die doppelte Anzahl. Der Wiener Anteil an österreichischer PV-Leistung muss bis 2030 drastisch angehoben werden.

Zukunftschancen Arbeitsmarkt

Wien verzeichnet die höchste Arbeitslosenrate aller Bundesländer und darf kein Chancentod für junge Jobeinsteiger sein. Wir wollen eine Förderinitiative für die Aus- und Weiterbildung von Berufen, die die Zukunft der Green Economy darstellen. Eine Lehrstellenförderung für zukunftsträchtige Lehrberufe bildet einen wesentlichen Baustein für den Erfolg von Green Jobs.

Ferialjobförderung für Vereine im Klima- und Umweltschutzbereich

Nach dem oberösterreichischen Vorbild soll die Stadt Wien Förderungen von Ferialarbeitsplätzen für Wiener Schülerinnen und Schüler schaffen. Ziel hierbei ist es, jungen Menschen die Chance geben, in den Bereichen Klima- und Umweltschutz, sowie Nachhaltigkeit mitzuwirken. Damit können Vereine konkret bei ihrer Arbeit unterstützt werden.

Angemessene Förderung Bauwerksbegrünung

1 Euro öffentliche Förderung schafft Anreiz für 3 Euro privater Investition. Pro 1.000 m² zusätzlich installierter Gründachfläche entstehen im Schnitt 1,2 neue Arbeitsplätze. Die Fördersumme in Wien für Fassaden-, Innenhof- und Dachbegrünung ist zu niedrig und die Magistrate sind Schritt für Schritt zu begrünen.

Kultur und Wissenschaft

Kunst, Kultur und Wissenschaft sind essenzielle Bestandteile Wiens. Unsere Bundeshauptstadt ist vor allem aufgrund des reichhaltigen Kunst- und Kulturangebots ein einzigartiger Lebensmittelpunkt und beliebtes Reiseziel für Touristen. Leider lebt Wien als Kulturstadt in erster Linie von vergangenen Erfolgen. Das kulturelle Angebot der Stadt über die nächsten Jahrzehnte muss weiterentwickelt werden.

Wiener Kunst- und Kulturförderungsgesetz — Transparenz im Wiener Kunst und Kulturbereich

Während in den acht anderen Bundesländern die Vergabe von Förderungen im Kunst- und Kulturbereich seit Jahrzehnten in eigenen Gesetzen verankert ist, basiert die Subventionsvergabe in Wien nach wie vor nur auf einem Leitfaden. Zur Schaffung einer nachvollziehbaren Grundlage für die Vergabe von Kulturförderungen und von mehr Planbarkeit und Verlässlichkeit für Kulturschaffende soll deshalb endlich ein eigenes Wiener Kunst- und Kulturförderungsgesetz ausgearbeitet werden. 

Kulturpolitik mit Plan

Wien braucht visionäre Kulturpolitik mit konkreten Zielsetzungen und einer klaren Strategie. Es ist überfällig, dass die anlassbezogene Kulturpolitik in Wien durch einen umfassenden Kulturentwicklungsplan, der im Rahmen eines partizipativen Prozesses und unter Berücksichtigung erprobter Best-Practice-Modelle erstellt wird, ersetzt wird. Im Sinne einer nachhaltigen Kulturpolitik sollen Strategie, Ziele und konkrete Maßnahmen definiert werden, die in weiterer Folge als Richtschnur für kulturpolitische Entscheidungen die Arbeit der Kulturverwaltung und die Profilierung der österreichischen Kulturstadt dienen. 

Transparenz bei Beiräten, Jurys und Kuratorien

Die Kulturabteilung der Stadt Wien zieht bei der Vergabe von Förderungen immer wieder Beiräte, Jurys und Kuratorien heran, welche ihr als beratendes Gremium zur Seite stehen und Empfehlungen im Hinblick auf Subventionsbewilligungen abgeben. Für Außenstehende geht nicht hervor, warum gerade sie als Expertinnen und Experten in diesen Gremien vertreten sind bzw. wie es zu ihrer Bestellung gekommen ist und was konkret sie jeweils dazu befähigt, entsprechende Förderempfehlungen abzugeben. Deswegen fordern wir die Vergabe von Kulturförderungen unter Beziehung von Kulturgremien noch transparenter zu gestalten, damit keine Entscheidungen mehr hinter verschlossenen Türen getroffen werden.